Die Vereinsgeschichte

Der 17. Januar 1947 war der Gründungstag der Laienbühne Schwarzenbek, aus der viel später (1961) die Theatergruppe der VHS Schwarzenbek e.V. hervorging. Die Männer der ersten Stunde waren der 1. Vorsitzende Norbert Giesing, sowie der künstlerische Leiter Erwin Märtens. Schon vor der eigentlichen Gründung gestaltete die Gruppe im Mai 1946 einen Flüchtlingsabend, und im ersten Jahr seines Bestehens elf verschiedene Veranstaltungen.

Die Entwicklung des Ortes schritt rasant voran. Der Zuzug der Firma Fette im Jahre 1952 ließ die Einwohnerzahl und das Wohnungsvolumen erheblich ansteigen. Aufgrund der Tatsache, dass Schwarzenbek nur ein Jahr später seinen 700. Geburtstag feierte, und die Stadtrechte verliehen bekommen sollte, schrieb Hans Koch (damals Bürgermeister und VHS Vorsitzender) ein Heimatstück, das den Zeitraum 1350 bis 1953 behandelte. Da die Heimatspiele eine Mitspielerschar von 100 Personen und mehr benötigten, fanden über das Theaterspiel glückliche Verschmelzungen zwischen Einheimischen, Flüchtlingen und Hamburgern statt.

Wo immer sich in der Stadt ein Ereignis ankündigt, ist oftmals auch die Theatergruppe vertreten. Sei es die Einweihung des Brunnens am alten Marktplatz, die Verabschiedung des Bürgermeisters, das alljährliche Maibaumfest, die Schwarzenbeker Messe, das Damenessen, Sportlerehrungen, Kirchenfeste, Weihnachtsfeiern...

Für diese Anlässe wurden Sketche eingeübt, die die Mitglieder nur kostümiert oder auch als Kleinkunst vortrugen. Und das ist eine Tradition, die noch heute im Theater Schwarzenbek aufrechterhalten wird, denn Theaterspielen bildet Leben ab und ist ein Spiegel des menschlichen Daseins. Vielleicht geht es auch deswegen oft so tief, berührt so stark und fasziniert immer wieder aufs Neue.

Um es mit den Worten von Max Reinhardt zu sagen:

„Ich glaube an die Unsterblichkeit des Theaters. Es ist der seligste Schlupfwinkel für diejenigen, die ihre Kindheit heimlich in die Tasche gesteckt und sich damit auf und davon gemacht haben, um bis an ihr Lebensende weiterzuspielen.“

Quelle: Chronik der Theatergruppe der VHS Schwarzenbek